Ev. Kirchengemeinde Wolfershausen Brunslar Deute
Ev. Kirchengemeinde Wolfershausen Brunslar Deute

Am Sonntag, den 12. September 2021, feiern wir den Tauf-Tag der Kirchengemeinde.

Dazu gibt es einen Video-Gottesdienst-Teil (auf der Startseite)

und von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr stündlich Taufen an der Eder in Altenbrunslar.

 

Feiern Sie gerne den Video-Gottesdienst mit

und nehmen Sie gerne an einem der Tauf-Gottesdienste in Altenbrunslar teil.

 

An diesem Sonntag gibt es darum keinen Lesegottesdienst - Sie finden unten den Lesegottesdienst der Vorwoche.

 

 

 

 

 

 

Lesegottesdienst für den 5. September 2021

 

Weil es derzeit nicht ganz uneingeschränkt möglich ist, gemeinsam Gottesdienst zu feiern, hier für Sie der aktuelle Lesegottesdienst - mit herzlichen Grüßen Ihr Pfr. Sebastian Voß.

 

Die Musik für diesen Gottesdienst wurde eingespielt vom Posaunenchor Wolfershausen und Manuel Wunsch - vielen herzlichen Dank dafür!

 

 

 

ERÖFFNUNG DES GOTTESDIENSTES

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Unsere Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Herzlich Willkommen zum Lesegottesdienst – schön, dass Sie da sind!

 

Es ist Sonntag, wir kommen zu Gott.

Denn bei allen Fragen und Sorgen, die uns umtreiben,

spüren wir, dass eine tiefe Wahrheit unser Leben trägt –

wie sie im Psalm ausgedrückt wird:

„Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ (Psalm 103,2 – Wochenspruch)

Dazu segne Gott uns diesen Gottesdienst.

Amen.

 

 

Lied EGplus +144 Dich rühmt der Morgen

EGplus +144 Dich rühmt der Morgen.mp3
MP3-Audiodatei [966.9 KB]

 

 

Wir beten mit Worten aus Psalm 103

Lobe den Herrn, meine Seele,

und was in mir ist, seinen heiligen Namen!

     Lobe den Herrn, meine Seele,

     und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:

der dir alle deine Sünde vergibt

und heilet alle deine Gebrechen,

     der dein Leben vom Verderben erlöst,

     der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit,

der deinen Mund fröhlich macht,

und du wieder jung wirst wie ein Adler.

     Der Herr schafft Gerechtigkeit und Recht

     allen, die Unrecht leiden.

Er hat seine Wege Mose wissen lassen,

die Kinder Israel sein Tun.

     Barmherzig und gnädig ist der Herr,

     geduldig und von großer Güte.

Er wird nicht für immer hadern

noch ewig zornig bleiben.

     Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden

     und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat.

Denn so hoch der Himmel über der Erde ist,

lässt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten.

     So fern der Morgen ist vom Abend,

     lässt er unsre Übertretungen von uns sein.

Lobet den Herrn, alle seine Heerscharen,

seine Diener, die ihr seinen Willen tut!

     Lobet den Herrn, alle seine Werke,

     an allen Orten seiner Herrschaft!

     Lobe den Herrn, meine Seele!

 

 

Lied EG 316 Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren

 

 

Predigt zu 1. Thessalonicherbrief 5,14-24 (den Bibeltext finden Sie hier)

 

Ich weiß, dass viele Menschen zur Zeit keine Nachrichten mehr hören oder sehen möchten.

Und auch mir geht es an manchen Tagen mittlerweile so.

Weil es mir manchmal einfach zu viel wird:

Immer noch Pandemie, dazu die Flut-Katastrophe, das Chaos in Afghanistan.

Auch in mir erzeugt das manchmal ein Gefühl der Ohnmacht.

Ein Mann fragt mich diese Woche:

„Was für eine Zukunft haben unsere Kinder nur?“

Und ich merkte erschrocken, wie ratlos ich da selber bin.

Wie wenige zündende Gedanken ich habe.

Wie träge mir das Hoffen wird.

Wie machtlos ich mich fühle.

Das geht (natürlich) auch einem Pfarrer mal so.

Dass ich mich frage: „Was kann man da nur tun?

Was kann ich tun – ein einziger Mensch im großen Weltenlauf?“

 

Wir bekommen heute ein paar Ratschläge dafür, was man tun kann.

Ratschläge nerven ja manchmal.

Gerade wenn sie in großer Menge über einen hereinbrechen –

Sie haben die Liste vor sich.

Die Liste könnte auf den ersten Blick eine gewöhnliche „To-Do-Liste“ sein.

Etwas, das man schreibt, um seine Gedanken und Aufgaben zu sortieren.

Damit man dann Stück für Stück ans Werk gehen kann.

Es ist aber doch mehr.

 

Die Liste geht zurück auf Worte aus der Bibel;

Worte, die Paulus in einem Brief an die Gemeinde in Thessaloniki geschrieben hat (in der Bibel im 1. Thessalonicherbrief 5,14-24)

Mehr als ein Dutzend Ratschläge schreibt Paulus da am Ende seines Briefes noch zusammen.

Sie richten sich damals (wie heute) an Menschen,

die nicht so recht wissen, wie es denn noch weiter gehen soll.

 

Aber diese Ratschläge sind besonders.

Zunächst sind es „geistliche Ratschläge“ –

sie entspringen aus Gottes welt-bewegenden und welt-verändernden Geist.

Darum klingen sie anders als Alltags-Ratschläge –

Aber mal ehrlich, dafür sind wir ja schließlich zum Gottesdienst zusammen, oder?

Die alltäglichen Ratschläge kennen wir genug.

 

Als nächstes sind die Ratschläge heute nicht nur Forderungen

Nicht einfach „Tu das …“ oder „Vergiss bloß nicht …“

Sie sind immer auch Erinnerungen.

Erinnerungen an das, was du schon mal geschafft hast.

Erinnerungen daran, wozu Gott dich fähig gemacht hat –

was Gott dich hat schaffen lassen,

weil du nämlich gar nicht so machtlos bist, wie du dich manchmal fühlst.

 

Schauen wir uns die Ratschläge an:

Was ich heute tun kann:

- den Ängstlichen beistehen

- die Unsicheren stärken

- geduldig sein

 

Bestimmt kennst du jemand, der sich nicht sicher ist, wie es weiter geht.

Bestimmt kennst du jemand, der man ansieht, wie viel Kraft sie das letzte Jahr gekostet hat.

Bestimmt kennst du ein Paar, dessen Beziehung das letzte Jahr nicht unbeschadet überstanden hat.

Bestimmt kennst du ein Kind, eine Jugendliche, die stiller geworden ist.

 

Wäre es nicht wunderbar für diese Menschen, wenn sie wissen:

Du bist für sie da.

Zeig ihnen: Ich denk an dich.

Wenn sie erzählen, höre einfach zu –

und halte es aus, dass du vielleicht auch keine Antwort weißt.

Aber sei einfach da – auch wenn sich nicht sofort etwas ändert.

Sei einfach da – denn darin liegt die Kraft der Liebe und der Hoffnung.

 

Weitere Ratschläge auf der Liste sind:

- nicht Böses mit Bösem vergelten

- Gutes tun – im Umgang miteinander + allen Menschen

- mich vom Bösen fernhalten! (wie auch immer es aussieht)

 

Gut und Böse – das sind große Worte.

Für manche vielleicht sogar zu groß.

Aber beides liegt in unsern Möglichkeiten als Menschen.

Das Böse liegt uns nur zu gut vor Augen.

In dieser Woche jähren sich die Attentate vom 11.9.2001 zum 20.Mal.

Und die Opfer verdienen unser Gedenken.

Aber müssen wir uns dafür immer wieder und wieder die Bilder vor Augen führen lassen?

Müssen wir im Schrecken verharren?

Die schlechten Gefühle von damals in uns wieder wach rufen lassen?

Oder sollten wir uns nicht lieber bemühen,

dem Bösen mit Guten zu widerstehen?

 

Denn eigentlich ist es nicht schwer, nach dem Guten zu streben.

Zum Unterscheiden hilft zunächst einfach dies:

Gut ist etwas, was ohne Gedanken des Eigennutzens geschieht.

Gut ist etwas, das nicht nur mir allein nutzt.

Gut ist etwas, das Leben möglich macht.

Alleine mit diesen kleinen Achtsamkeiten wird sich viel verändern –

und bestimmt zum Guten verändern.

 

Dann sind da noch andere Ratschläge – drei ganz kurze und knappe:

- mich freuen!

- beten!

- Gott dankbar sein!

 

Als du die ersten sechs Ratschläge durchdacht hast –

da wird dich das bestimmt an etwas erinnert haben, wo dir schon mal Gutes gelungen ist.

Das ist gut – genau so soll es sein:

Erinnere dich an das, was man zusammen schaffen und aushalten kann.

Erinnere dich daran, wie gut es war, dass du da gewesen bist.

Und mach dir bewusst: Das kommt nicht von ungefähr!

Sondern das ist Gottes Gabe an dich!

Und darum hat Paulus ja Recht,

wenn er seiner Gemeinde schreibt:

Das ist es, was Gott von euch will

und was er durch Jesus Christus möglich gemacht hat.

 

Sei Gott dankbar dafür – mehr will Gott nicht.

Sei dankbar – zeig es Gott mit deinem Gebet.

Zeig deine Dankbarkeit, indem du dich immer wieder an Gott wendest.

Sprich vor Gott das aus, was du vor keinem Menschen aussprichst.

Sei dankbar – zeig es Gott mit einem Lied, dass du singst –

heute hier in der Kirche und warum nicht auch zuhause.

Denn das tut gut – darum sind wir ja heute auch zum Gottesdienst zusammen.

 

Und darauf zielen auch die nächsten Ratschläge:

- die Flamme des Heiligen Geistes nicht auslöschen!

- die prophetischen Weisungen nicht missachten!

 

Wir sind heute zum Gottesdienst zusammen, weil wir das Gefühl haben,

dass dieses Leben mehr ist als Geld verdienen und Geld ausgeben.

Davon nehmen wir uns hier eine Auszeit.

Das tut uns gut – auch über den Sonntag hinaus.

Daran erinnert Gottes Geist uns in unserm Innern:

Versuch die Welt mit anderen Augen zu sehen.

Versuch zu sehen, was durch mehr Liebe

und mehr Hoffnung und mehr Gottvertrauen in der Welt möglich ist.

Es muss nicht alles so bleiben, wie es ist.

Wir müssen nicht so bleiben, wie wir sind.

Lass dir aus der Geschichte von Jesus zeigen,

wie wir Menschen zueinander stehen können.

Mach dir klar: Gutes Leben geht nicht ohne geistliches Leben.

Gib Gott die Chance, dich anzusprechen.

Mit einem täglichen Bibelvers.

Und gerne auch mehr.

 

So viele Ratschläge!

Wie gut, dass es Paulus am Ende wohl selbst aufgefallen ist.

Sein bester Ratschlag kommt zum Schluss:

- alles prüfen und nur das Gute behalten!

 

Das gilt auch für diese lange Liste: Nicht alles auf einmal!

Aber lass dir durch diese Liste zeigen:

Du bist nicht hilflos – auch du kannst eine Menge bewirken.

Alles zu seiner Zeit – alles an seinem Ort.

Aber bestimmt jeden Tag ein Stück.

 

Darum: Behalt diese Liste bei dir* – hefte sie an den Kühlschrank, leg sie auf den Nachtisch –

als Erinnerung an das, was du kannst!

Denn dazu macht Gott dich fähig.

Sei einfach bereit – dann wird Gott dir beistehen.

So, wie Paulus sagt:

Gott, der euch beruft, ist treu:

Er wird das alles tun. (1.Thess 5,24)

 

Das ist unsere Hoffnung.

Darauf vertrauen wir.

Dazu sagen wir:

„Amen“.

 

 

(*Die Liste wurde als Handzettel im Gottesdienst verteilt. Leserinnen und Leser des Lesegottesdienstes können die Liste auch bekommen – einfach eine Email an pfarramt.wolfershausen@ekkw.de)

 

 

 

Lied EGplus +87 Lobe den Herrn meine Seele

 

 

Fürbitte

Gott, du Lebensquell, dir sei Dank!

Dank für Sonne und Regen,

Dank für alles, was lebt,

Dank für die Schwestern und Brüder,

Dank für mein Leben.

 

Dank sei dir, du Gott mit dem weiten Herzen.

Was du geschaffen hast, das darf auch sein:

Ich darf sein.

Dank für den Platz in deiner Hand.

Dank für die Kinder, die du schenkst.

Dank für die Braunen und Blonden,

die Dicken und Dünnen, die Wilden und Stillen.

Sie dürfen sein.

 

Dank für den Platz in deiner Hand.

Du sagst ja zu uns, Gott.

Wir können leben und all die anderen auch,

die Schwierigen, Schlimmen, Ungeliebten.

Schenk deinen Frieden für unsere friedlose Welt.

Komm mit deiner Weite in unsere Enge,

komm mit deiner Erlaubnis in unsere Verbote,

komm mit deiner Liebe in unsere Angst,

damit wir leben, damit alle leben

und du in uns.

 

Gott, wir danken für deine Geduld mit uns,

für dein offenes Ohr für uns.

In der Stille bringen wir vor dich, was uns bewegt:

- hier können eigene Gebetsanliegen genannt werden -

 

Und wir beten gemeinsam:

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit

in Ewigkeit. Amen. 

 

 

Lied EGplus +37 Möge die Straße uns zusammenführen

 

 

Segen

Der Herr segne dich und behüte dich.

Der Herr lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Amen.

 

Bitte um eine Kollekte

Der Kollektenschwerpunkt unserer Gemeinde im Monat September soll die Arbeit der Diakonie Hessen unterstützen.

Auch von dort wird Hilfe für die Menschen in der Hochwassergebieten in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern geleistet.

 

Wenn Sie eine Kollekte geben wollen, können Sie dies entweder per Überweisung tun – oder sie können Ihre Kollekte in bar im Pfarramt Wolfershausen abgeben.

 

Bankverbindung:

Kirchenkreisamt Schwalm-Eder

IBAN DE38 5206 0410 0002 9001 06

Verwendungszweck „Kollekte WBD September 2021“

 

Mehr zur neuen Kollektenordnung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck erfahren Sie hier.

 

 

 

EG 599 Selig seid ihr RH.mp3
MP3-Audiodatei [2.1 MB]

 

 

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