Ev. Kirchengemeinde Wolfershausen Brunslar Deute
Ev. Kirchengemeinde Wolfershausen Brunslar Deute

Ein Archiv früherer Gottesdienste finden Sie hier.

1. Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) - 11. April 2021

An diesem Sonntag teilen wir einen Gottesdienst aus Neuenstein-Salzberg.

Einen Gottesdienst zum Lesen finden Sie hier als Download:

Lese-Predigt für den 11.4.2021.pdf
PDF-Dokument [82.6 KB]

Das Video zum Sonntagsevangelium aus unserem "Kreuz- und Oster-Weg 2021" finden Sie hier:

Ostermontag – 5. April 2021

Weil es derzeit nicht möglich ist, gemeinsam Gottesdienst zu feiern – 

hier für Sie unser aktueller Lesegottesdienst.        Mit herzlichen Grüßen Ihr Pfarrer Sebastian Voß

 

Die Musik für diesen Gottesdienst wurde eingespielt 

von Rita Hesse-Brand (EG 99, EG 100, EG 103) und Manuel Wunsch (EG 105 und EGplus +19) 

vielen herzlichen Dank dafür!

 

Eröffnung

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes.

Amen.

Unsere Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Willkommen zum Lesegottesdienst am Ostermontag.

Ich wünsche Ihnen frohe Ostern!

 

Noch einmal ist Ostern anders, als wir es gewohnt sind.

Aber was wir als Gemeinde an Ostern zu tun haben, das tun wir gerade:

Wir lassen uns davon erzählen, was Gott so Wunderbares und Großes für uns getan hat:

Jesus Christus ist auferweckt von den Toten.

Gott segne uns diesen Gottesdienst.

Amen.

 

 

Lied EG 100,1+2+4 Wir wollen alle fröhlich sein

EG 100.mp3
MP3-Audiodatei [2.7 MB]

Das Osterevangelium Matthäus 28,1-10

1 Als aber der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria von Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.

2 Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein weg und setzte sich darauf.

3 Seine Gestalt war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee.

4 Die Wachen aber erschraken aus Furcht vor ihm und wurden, als wären sie tot.

5 Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht.

6 Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat;

7 und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern, dass er auferstanden ist von den Toten. Und siehe, er wird vor euch hingehen nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.

8 Und sie gingen eilends weg vom Grab mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkündigen.

9 Und siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt! Und sie traten zu ihm und umfassten seine Füße und fielen vor ihm nieder.

10 Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen: dort werden sie mich sehen.

 

 

 

Der Ostergruß

(Wenn Sie den Gottesdienst zusammen mit jemand anders lesen,

sprechen Sie den Ostergruß gerne dreimal im Wechsel –

dann entfaltet er sich richtig im Herzen.)

 

1 Der Herr ist auferstanden!

2: Er ist wahrhaftig auferstanden!

 

 

 

Lied EG 103,1-4 Gelobt sei Gott im höchsten Thron

EG 103 1-4.mp3
MP3-Audiodatei [2.5 MB]

 

 

Predigt: Selig sind die Beknacksten!

 

Man muss auf die feinen Unterschiede achten.

Gerade, wenn man zu Ostern jemanden sagen hört: „Selig sind die Beknacksten!“

Das kann man schnell falsch verstehen.

 

„Du bist doch beknackt!“ –

das sagte man in meiner ostwestfälischen Kindheit,

wenn man jemanden (freundlich gesprochen) nicht besonders sympathisch fand.

Und ja – vielleicht hat man das nach der Auferstehung Jesu

auch zu den Jüngerinnen und Jüngern gesagt: „Ihr seid doch beknackt!“

Oder vielleicht hat sich sogar der eine oder die andere

aus dem JüngerInnen-Kreis gedacht: „Bin ich denn jetzt beknackt?“

 

Aber „becknackst“ – das ist was anderes.

„Beknackst sein“ kommt von Ostern und passiert durch Ostern.

Und „beknackst sein“ ist überhaupt nicht schlimm – es tut sogar gut.

Was das ist,  „beknackst sein“? –

vielleicht bringt Sie ja die Strophe eines Liedes darauf.

Es steht in unserm EGplus (+19) und ist nach einem Gedicht von Jörg Zink

Dies ist die erste Strophe:

 

Wir stehen im Morgen, aus Gott ein Schein

Durchblitzt alle Gräber, es bricht ein Stein.

Erstanden ist Christus. Ein Tanz setzt ein.

Halleluja, Halleluja, Halleluja, es bricht ein Stein.

Halleluja, Halleluja, Halleluja, ein Tanz setzt ein.

„Es bricht ein Stein.“ –

Mit diesen Worten, mit diesem Bild beschreibt Jörg Zink,

was das Entscheidende an Ostern ist.

Das geht über die Ostergeschichten der Bibel hinaus.

Da wird der Stein ja immer nur zur Seite gerollt – beiseite geschafft.

Von zerbrechenden Steinen lesen und hören wir da nichts.

 

Aber vielleicht ist ja auch gar nicht der Stein vor dem Grab von Jesus gemeint?

Am Ende meint es einen ganz anderen Stein?

Wir kommen noch einmal darauf zurück.

zuerst passiert noch ganz anderes – das dürfen wir nicht verpassen.

Da kommt Bewegung in die Welt.

Davon erzählen die erste Strophe und der Kehrvers schon –

und die zweite Strophe wird noch genauer:

 

Ein Tanz, der um Erde und Sonne kreist:

Der Reigen des Christus, voll Kraft und Geist.

Ein Tanz der uns alle dem Tod entreißt.

Halleluja, Halleluja, Halleluja, es bricht ein Stein.

Halleluja, Halleluja, Halleluja, ein Tanz setzt ein.

 

Steine und Platten auf Gräbern – das Sinnbild für das Ende jeder Bewegung, jedes Lebens.

Und genau dort passiert das Oster-Wunder:

Der Stein bricht.

Starre wird gelöst.

Aus Stillstand wird Bewegung – noch mehr:

Aus Starre wird ein Tanz.

 

Jetzt muss ich ja zugeben:

Wenn ich in diesem Leben von einem nichts verstehe, dann vom Tanzen –

sehr zum Leidwesen meiner Frau.

Aber ich bin Ostwestfale – unbeweglich von Kopf bis Fuß.

Und trotzdem mag ich das Bild – ich mag die Bewegung.

Weil sie mehr ist als „Mobilität für alle“ –

weil es um Leben und Freude – um Lebensfreude geht.

Und noch mehr – davon singt die dritte Strophe:

 

An Ostern, o Tod, war das Weltgericht.

Wir lachen dir frei in dein Angstgesicht.

Wir lachen dich aus, du bedrohst uns nicht.

Halleluja, Halleluja, Halleluja, es bricht ein Stein.

Halleluja, Halleluja, Halleluja, ein Tanz setzt ein.

 

An Ostern, o Tod, war das Weltgericht.

Das ist der größte Spoiler der Geschichte!

(Spoiler = wenn man das Ende einer Geschichte verrät).

Wir wissen, wie die Geschichte ausgeht.

Und wir wissen, wer die Verlierer der Geschichte sind:

Der Tod, die Angst, das Schweigen und alle ihre miesen Freunde.

Die würden sich nur zu gern die Welt aufteilen – aber das wird jetzt nichts mehr:

Die werden am Ende den kürzeren gezogen haben – weil Gott es so will.

Natürlich meinen die, dass es jetzt ja noch nicht so weit ist –

dass sie sich jetzt noch benehmen könnten, wie sie wollen.

Aber da gibt es Widerstand – denn da sind ja zum Glück „die Beknacksten“!

Wir hören davon in der vierten Strophe:

 

Wir folgen dem Christus, der mit uns zieht,

stehn auf, wo der Tod und sein Werk geschieht,

im Aufstand erklingt unser Osterlied.

Halleluja, Halleluja, Halleluja, es bricht ein Stein.

Halleluja, Halleluja, Halleluja, ein Tanz setzt ein.

 

„Wir folgen dem Christus“ – das meint uns!

„Wir folgen“ – wir sind in Bewegung.

Die Bewegung ist nicht etwas, was bloß um uns herum aber an uns vorbei passiert.

Die Verwandlung von Stillstand in Bewegung passiert an uns und mit uns.

Und da sind wir wieder beim „beknackst sein“!

 

Wir erinnern uns: Das „beknackst sein“ hat etwas mit zerbrochenen Steinen zu tun.

Es geht um den Stein, der auf unserer Seele liegt.

Der auf Deine, auf meine Lebendigkeit und Zuversicht drückt.

Der auf Deinem und meinem Glauben, Hoffen und Lieben lastet.

Auf Deinem und meinem Leben.

Dieser Stein wird von Christus zerbrochen.

Und das nicht irgendwann in Zukunft – er ist zerbrochen.

Wir sind schon „beknackst“ – wir sind befreit.

Wir sind frei, in Bewegung zu kommen – uns dem Tanz anzuschließen.

 

Dafür ist allerdings eins nötig:

Dass Du und ich los-lassen, was uns noch nieder drücken will.

Halt dich nicht an Deinem Stein fest.

Halt Dich an dem fest, der den Stein zerbricht!

Jesus Christus – den ersten der Schöpfung, dessen Stein zerbrochen wurde –

und der von Gott die Macht hat, jeden Stein zu brechen.

Für jeden Stein den „Knacks“ zu geben,

damit darunter ein Mensch wieder in die Bewegung des Lebens kommt.

Mehr noch: Damit jeder Mensch in diesen Tanz mit hinein genommen wird.

 

Und noch eins ist wichtig:

Dass wir anderen Menschen helfen, frei zu kommen.

Ihnen zu helfen, diese Freiheit zu erleben.

Sie davor zu schützen, dass sie weiter bedrückt werden

durch die Steine der Ungerechtigkeit, der Friedlosigkeit

und auch durch den Stein unserer Gleichgültigkeit.

Dafür sind wir von Christus befreit worden:

Dass wir mit Christus für andere aufstehen.

Den Aufstand für das Leben üben.

In diesen Tagen bedeutet das zuerst,

dass wir in dieser Pandemie weiter Rücksicht und Achtung üben –

auch wenn es schon lange nervt und einschränkt.

Aber die Rücksicht schützt weiter Leben -

und unterstützt alle, die für das Leben eintreten.

 

Es ist Ostern - darum haben wir Hoffnung.

Hoffnung auf überwundenen Stillstand,

Hoffnung auf den Tanz des Christus – jetzt, und in Ewigkeit.

So kommen wir zur letzten Strophe:

 

Am Ende durchziehn wir, von Angst befreit,

die düstere Pforte, zum Tanz bereit.

Du selbst gibst uns, Christus, das Festgeleit.

Halleluja, Halleluja, Halleluja, es bricht ein Stein.

Halleluja, Halleluja, Halleluja, ein Tanz setzt ein.

 

Und ob dann am Ende sogar unbewegliche Ostwestfalen tanzen?

Meine Frau würde es ja freuen.

Das ist doch eine nette Vision von der Ewigkeit.

Aber das ist noch weit –

Heute und jetzt ist es Zeit, das eigene „beknackst sein“ wahrzunehmen.

In Bewegung zu kommen gegen die Last der Hoffnungslosigkeit.

In Bewegung zu kommen für das Leben.

Und diesen Tanz auch schon hier zu üben.

Und wenn es noch eine Oster-Seligpreisung bräuchte,

dann müsste sie lauten:

„Selig sind die Beknacksten – denn sie sollen von ihrer Last frei werden.“

Amen.

 

 

Lied EGplus 19 Wir stehen im Morgen

 

 

Gebet

Ewiger Gott, du hast es auch dieses Jahr Ostern werden lassen.

Wir hören, dass du Jesus Christus von den Toten auferweckt hast.

Dass du die Macht des Todes gebrochen hast.

Lass diese Botschaft sich in uns entfalten.

Lass uns gerade in diesen Tagen Vertrauen fassen, dass du das Leben willst.

Stärke in diesem Vertrauen alle, die helfen und anderen beistehen.

Stärke in diesem Vertrauen alle, die Angst haben.

Stärke alle, die um einen Menschen trauern.

 

Wir bitten dich für alle, die Ungerechtigkeit und Gewalt erleiden müssen.

Wir denken an die Opfer der Kriege, Attentate und Unterdrückungen überall auf der Welt.

Wir bitten dich, fördere den Aufstand des Lebens gegen die Todesmächte.

Stärke alle Menschen die sich gegen Gewalt und Unrecht überall auf der Welt einsetzen.

Schenk uns Frieden, in unserem Dorf, in unserem Land und in der ganzen Welt.

 

Wir bitten dich für deine Kirche und für alle, die in ihr leben.

Bewahre unsere Gemeinschaft und segne unseren Weg in der Welt.

Lass uns frohe Zeugen deines neuen Lebens sein – bei uns und an allen Orten dieser Erde.

Wir bitten dich für alle Brüder und Schwestern, die bedrängt und verfolgt werden.

Mach sie stark – mach sie zuversichtlich –

und lass sie im Glauben an die Auferstehung Jesu Freude und Frieden finden.

 

Gott, in Jesus Christus schenkst du uns ein Leben, über das der Tod keine Macht mehr hat.

Darum hoffen wir auf dich – und bitten dich frei um das, was unser Herz bewegt:

(hier können eigene Gebetsanliegen eingebracht werden)

 

Ewiger Gott, du lässt für uns das Leben siegen.

Lass uns an dir bleiben – heute und alle Tage unseres Lebens bis in Ewigkeit.

 

Wir beten mit den Worten Jesu:

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

 

 

Lied EG 99 (Christ ist erstanden)

EG 99.mp3
MP3-Audiodatei [1.8 MB]

 

 

Segen

Der Herr segne dich und behüte dich.

Der Herr lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Amen.

 

 

Musik zum Ende des Gottesdienstes

EG 105 "Erstanden ist der heilig Christ" mit Osterläuten der Kirche Neuenbrunslar

 

 

Fragen für die Konfis:

1. Welche Strophe vom Predigt-Lied magst du am meisten? Warum?

2. Was macht der Engel in der Bibelgeschichte mit dem Stein vor Jesus´ Grab?

 

 

 

Bitte um eine Kollekte

Wir danken an dieser Stelle allen, die in den vergangenen Wochen mit ihrer Kollekte dazu beigetragen haben, dass die Solidarität der Gemeinde mit den nahen und den fernen Nächsten auch in dieser Zeit ohne gemeinsame Gottesdienste weiter möglich ist.

 

Wenn Sie eine Kollekte geben wollen, können Sie dies entweder per Überweisung tun – oder sie können Ihre Kollekte in bar im Pfarramt Wolfershausen abgeben.

 

Für Karfreitag bitten wir um eine Kollekte für die Opfer von Krieg und Gewalt.

Für Ostersonntag bitten wir um eine Kollekte für die Arbeit mit Kindern.

Mit herzlichem Dank für Ihre Unterstützung!

 

Bankverbindung:

Kirchenkreisamt Schwalm-Eder

IBAN DE38 5206 0410 0002 9001 06

Verwendungszweck „Kollekte WBD Ostern 2021“

 

Mehr zur neuen Kollektenordnung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck erfahren Sie hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ostern – 4. April 2021

Weil es derzeit nicht möglich ist, gemeinsam Gottesdienst zu feiern – 

hier für Sie unser aktueller Lesegottesdienst.        Mit herzlichen Grüßen Ihre Pfarrerin Jana Roske-Voß

 

Die Musik für diesen Gottesdienst wurde eingespielt 

von Rita Hesse-Brand (EG 98, EG 99, EG 100, EG 103), Jakob Köhler (Klavier) und Manuel Wunsch (EG 105) 

vielen herzlichen Dank dafür!

 

 

Eröffnung des Gottesdienstes

 

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes! - Amen.

Unsere Hilfe kommt von dem HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.

Der Friede Gottes sei mit uns allen! Amen

 

 

Wir feiern Gottesdienst am frühen Ostermorgen.

Noch ist es still und dunkel.

Unsere Bewegungen sind suchend.

Und wir tragen die Belastungen der letzten Zeit mit uns.

 

Wir bringen unser Trauriges mit.

Wir bringen unser Schweres mit.

Wir bringen unsere Verletzungen mit.

Wir bringen unsere Enttäuschungen mit.

Wir bringen unser ausgebremstes Leben mit.

 

Doch wir sind nicht ohne Grund hier.

 

Die Hoffnung hat uns hierher gebracht.

Uns dämmert etwas…

Wir wollen uns verwandeln lassen!

 

 

MUSIK: EG 98 

EG 98 1.mp3
MP3-Audiodatei [951.9 KB]

LESUNG: Matthäus 27,55-61 - Jesus wurde ins Grab gelegt

(- Text: BasisBibel -)

Und es waren auch viele Frauen da,

die aus der Ferne alles mit ansahen.

Seit Jesus in Galiläa wirkte,

waren sie ihm gefolgt und hatten für ihn gesorgt.

Unter ihnen waren Maria aus Magdala,

Maria, die Mutter von Jakobus und Josef,

und die Mutter der Söhne des Zebedäus.

 

Als es Abend wurde,

kam ein reicher Mann aus Arimatäa.

Er hieß Josef und gehörte zu den Jüngern von Jesus.

Er ging zu Pilatus

und bat ihn um den Leichnam von Jesus.

Da befahl Pilatus, ihm den Leichnam zu übergeben.

Josef nahm den Leichnam

und wickelte ihn in ein frisches Leinentuch.

Dann legte er Jesus in seine eigene Grabkammer.

Die war noch unbenutzt und in den Felsen gehauen.

Schließlich rollte er einen großen Stein

vor den Eingang zur Grabkammer und ging weg.

Maria aus Magdala und die andere Maria blieben dort

und ließen sich gegenüber vom Grab nieder.               

 

 

MUSIK: Dans nos obscurités

Dans nos obscurités.mp3
MP3-Audiodatei [719.8 KB]

 

 

Noch ist es wie ein Brett vor dem Kopf.

Dort im Angesicht des Grabes.

Die Hoffnung im Lockdown.

 

Gott,

wir bitten dich:

Hör nicht weg, selbst wenn das Leid keine Stimme mehr hat.

Sieh nicht weg, selbst wenn kein anderer das Hinsehen aushält.

Geh nicht weg von den Orten des Klagens auf unserer Erde.

Halte du aus, woran wir zerbrechen.

Verlass uns nicht.

Amen

 

Die Hoffnung im Lockdown.

Dort im Angesicht des Grabes.

Noch ist es wie ein Brett vor dem Kopf.

 

Wer entfernt es für uns?

Wer rollt uns den Stein vom Herzen?

 

 

 

 

MUSIK: EGplus +109 Meine Hoffnung und meine Freude

 

Uns dämmert etwas…

 

Gott,

du bist mein Gott, dich suche ich,

meine Seele hat Durst nach dir.

So halte ich Ausschau nach dir im Heiligtum.

Ich will deine Kraft und Herrlichkeit erfahren.

Amen

 

o

 

Am Anfang erschuf Gott Himmel und Erde.

Die Erde war wüst und leer,

und Finsternis lag über dem Urmeer.

Über dem Wasser schwebte Gottes Geist.

Gott sprach: „Es soll Licht werden!“

Und es wurde Licht.

Gott sah, dass das Licht gut war.

 

o

 

Gott sagte zu Noah:

Ich setze meinen Bogen in die Wolken.

Dieser Bogen ist das Zeichen des Bundes,

den ich mit allen Lebewesen auf der Erde geschlossen habe.“

 

o

 

Der Engel sagte zu den Hirten:

„Fürchtet euch nicht! (…)

Für euch ist der Retter geboren worden.

Er ist Christus, der Herr.

Und dies ist das Zeichen, an dem ihr das alles erkennt:

Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden.

Es ist in Windeln gewickelt und liegt in einer Futterkrippe.“

 

o

 

Jesus sagt:

„Ich bin das Licht der Welt.

Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis,

sondern wird das Licht des Lebens haben.“

 

 

MUSIK Bless the lord, my soul

Bless the Lord my soul kurz.mp3
MP3-Audiodatei [711.9 KB]

EVANGELIUM des Ostermorgens – Matthäus 28,1-6a + 6-10

(Text: BasisBibel)

Der Sabbat war vorüber.

Da kamen ganz früh am ersten Wochentag

Maria aus Magdala und die andere Maria.

Sie wollten nach dem Grab sehen.

Plötzlich gab es ein heftiges Erdbeben,

denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab.

Er ging zum Grab, rollte den Stein weg

und setzte sich darauf.

Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz,

und sein Gewand war weiß wie Schnee.

Die Wachen zitterten vor Angst

und fielen wie tot zu Boden.

Der Engel sagte zu den Frauen: »Fürchtet euch nicht!

Ich weiß: Ihr sucht Jesus, der gekreuzigt wurde.

Jesus ist nicht hier.

Gott hat ihn von den Toten auferweckt,

wie er es vorausgesagt hat…

 

OSTERRUF:    Jesus ist auferstanden!

  Er ist wahrhaftig auferstanden!

 

OSTERKERZE wird entzündet

 

…Er ist nicht hier.

Gott hat ihn von den Toten auferweckt,

wie er es vorausgesagt hat.

Kommt her und seht:

Hier ist die Stelle, wo er gelegen hat.

Jetzt geht schnell zu seinen Jüngern!

Sagt ihnen: ›Jesus wurde von den Toten auferweckt.‹

Er geht euch nach Galiläa voraus.

Dort werdet ihr ihn sehen.

Auf diese Botschaft könnt ihr euch verlassen.«

Die Frauen waren erschrocken und doch voller Freude.

Schnell liefen sie vom Grab weg,

um den Jüngern alles zu berichten.

Da kam ihnen Jesus selbst entgegen

und sagte: »Seid gegrüßt!«

Sie gingen zu ihm, berührten seine Füße

und warfen sich vor ihm zu Boden.

Da sagte Jesus zu ihnen: »Fürchtet euch nicht!

Geht und sagt meinen Brüdern,

sie sollen nach Galiläa gehen.

Dort werden sie mich sehen.

 

         Halleluja! Gottes Wort ist wahrhaftig,

         und was er zusagt, das hält er gewiss.

Halleluja!

 

 

 

MUSIK: EG 99 _ Christ ist erstanden

EG 99.mp3
MP3-Audiodatei [1.8 MB]

Oster-ANSPRACHE

 

Der Morgen ist hereingebrochen über die Frauen am Grab.

Und damit ein Neubeginn.

 

Sie haben ausgehalten in der Totenstille.

Sie sind geblieben als alle gingen.

Sie sind früh wiedergekommen.

So wie wir heute morgen den Aufbruch gewagt haben.

Sie haben Jesus, ihren Herrn, gesucht.

So wie wir, im Hören auf sein Wort.

Aber es war nicht so wie sie dachten.

 

Sie fanden nicht den Gekreuzigten bei den Toten.

Sie sollten nicht länger ins Grab sehen.

Sondern Gott will, dass sie ins Leben zurück gehen.

 

Ins Leben zurück, das heißt allerdings nicht in das, wie es einmal war.

Nicht wie früher. Das geht nicht mehr.

Dass Jesus jetzt auferweckt ist, hat ihr Leben auch verändert.

Wenn sie jetzt „zurückgehen“ ist das ein verändertes Gehen.

Sie gehen neu ins Leben.

Sie rennen ja förmlich nachdem sie erfahren haben, dass Jesus lebt.

Sie erfahren ängstliche Zweifel und große Freude zugleich.

Wahrscheinlich hatten sie ein wahnsinniges Kribbeln im Bauch.

Immer noch voller Liebe für Jesus.

So gehen sie.

Wollen es allen weitersagen und wollen IHM begegnen.

Sie gehen an den Ort, an dem alles begann.

Wahrscheinlich voller Erinnerungen.

Dorthin, wo sie Jesus kennen gelernt hatten.

 

Sie waren verwandelt worden an diesem Morgen.

Auf ihre Trauer setzte sich siegesgewiss Gottes Engel drauf.

Er bewegt sie durch seine Worte,

sie vertrauen ihm – und laufen los ins neue Leben.

 

Die andern, die auf der Seite des Todes stehen,

diese Wachen, die garantieren sollen, dass tot eben tot ist –

die werden selber wie tot. Sie erstarren.

Aus Angst vor dem, was Gott bewirkt.

Mit ihnen ist nichts mehr anzufangen.

Sie haben sich festgesetzt.

 

Die Osterfrauen lassen sich verändern und machen sich los.

Jesus, der Auferstandene, spricht sie an.

Sie fallen ihm um die Füße.

Sie fallen in den Glauben hinein.

 

Und dann stehen sie auf und erzählen es den anderen.

Die Trauer um Jesus hat sie alle verändert.

Doch jetzt ist der Ostermorgen da!

Jetzt werden sie noch einmal verwandelt.

 

So wie wir.

Das ist unsere Hoffnung, dass wir noch einmal verwandelt werden.

Wir leben gerade in einer Zeit, die uns verändert.

Wir brauchen unsere Zuversicht.

Die uns anspricht und zu uns sagt: Seid gegrüßt!

 

Und diesen Gruß der Zuversicht lasst uns annehmen.

Stellen Sie sich vor:

Wir werfen uns voller Vertrauen der Zuversicht zu Füßen.

(Allein die Vorstellung macht mir große Freude.)

Und dann stehen wir auf und laufen los.

Zu den andern hin.

Verändert.

Befreit.

Mit frohem Herzen.

Den Blick aufrecht.

Dann werden wir sehen:

Jesus lebt – und wir mit ihm!

 

Amen

 

 

MUSIK: EG 103 _ Gelobt sei Gott im höchsten Thron

EG 103 1-4.mp3
MP3-Audiodatei [2.5 MB]

Gebet

Gott,

Schöpfer und Vollender der Welt,

nimm uns hinein in das Geheimnis der Auferstehung.

Du verwandelst unsere Trauer in Freude.

Du verwandelst unsere Ängste in Mut.

Du verwandelst unsere Sorge in Zuversicht.

 

Gott,

manchmal verlieren wir die Hoffnung.

Weck uns auf, wenn wir müde werden, dir zu vertrauen.

Richte uns auf, wenn wir in uns verschlossen und niedergeschlagen sind.

Mach uns los, wenn wir vor Angst erstarren und in die falsche Richtung wollen.

 

Gott,

manchmal begreifen wir nicht, dass wir uns verändern müssen.

Sende Dein Licht in die hoffnungslosen Ecken unserer Welt.

Sei bei allen, die verbittert sind.

Wie die, die überall Hass verbreiten.

Sei bei allen, die unter Gewalt und Krieg leiden.

Wie in Myanmar, im Jemen, in Syrien.

Sei bei allen, die keine Unterkunft haben.

Wie bei uns um die Ecke.

 

Gott,

wir haben ein beklemmendes Gefühl in dieser Pandemie.

Stärke uns und heile uns.

Sei bei all denen, die leiden:

Die Kranken. Die Helfenden.

Die Entscheidungsträger. Die Einsamen.

Die, die arbeiten wollen und nicht dürfen.

Die Kinder, die mit großer Geduld ihre Bedürfnisse nach Lebendigkeit herunterfahren.

Stärke sie und heile sie.

 

Gott,

Du hörst unsere Gebete.

Auch das, was uns jetzt in der Stille noch auf dem Herzen liegt:

 

 (- Hier kann eigenes Gebetsanliegen ergänzt werden oder ein Moment der Stille sein -)

 

Wir beten weiter mit den vertrauten Worten von Jesus:

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute,

und vergib uns unsre Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich

Und die Kraft und die Herrlichkeit

In Ewigkeit.

Amen

 

 

MUSIK: EG 100 _ Wir wollen alle fröhlich sein

EG 100.mp3
MP3-Audiodatei [2.7 MB]

 

 

SEGEN

Der Herr segne dich und behüte dich.

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir Frieden.

Amen.

 

 

 

MUSIK ZUM ENDE DES GOTTESDIENSTES:

EG 103 Erstanden ist der heilg Christ mit OSTERLÄUTEN der Kirche Neuenbrunslar

EG 599 _ Selig seid ihr
EG 599.mp3
MP3-Audiodatei [2.1 MB]

 

 

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