Ev. Kirchengemeinde Wolfershausen-Brunslar-Deute
Ev. Kirchengemeinde Wolfershausen-Brunslar-Deute

2. Sonntag nach Weihnachten (4. Januar 2026) 

An diesem Sonntag feiern wir den Gottesdienst online – darum hier der Lesegottesdienst mit einer Idee von M. und P. Buck -

mit herzlichen Grüßen Ihre Pfarrerin Jana Roske-Voß 

 

 

Hinweis für Konfis:

Ganz unten findet ihr Fragen! Beantworte sie schriftlich (per persönl. KonApp-Nachricht an mich oder per Mail oder auch per Zettel im Briefkasten) bis zum Sa. 10. Januar. Dann bekommst du eine Gottesdienst-Unterschrift dafür.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes!

Amen

 

Herzlich Willkommen zum Lesegottesdienst.

Schön, dass Sie hier sind. Schön, dass Du hier bist.

Ein GESEGNETES NEUES JAHR für Sie und für Dich!

 

Die ersten Tage des neuen Jahres sind gewesen.

Alles steht auf Neuanfang. 

An den nächsten Sonntagen sehen wir uns wieder in den Kirchen oder im Gemeindehaus.

Heute ist Gelegenheit sich zuhause Zeit zu nehmen - so wie es Ihnen / wie es Dir gut passt.

 

Jetzt nehmen wir uns Zeit für Gott!

In Ruhe die Worte wirken lassen,

gerne Musik der Lieder anhören und nach Herzenslust singen.

Bestimmt klingt das anders als in der Kirche.

Aber bestimmt wirkt ein Gottesdienst auch anders auf uns ein, wenn wir ihn zuhause feiern.

Vielleicht haben Sie jemanden eingeladen mitzufeiern?

Vielleicht ist jemand in der Nähe, den Du noch dazu holen willst?

Oder mögen Sie jemanden anrufen und einfach vorlesen?

 

Wir sind verbunden miteinander in Jesus Christus:

 

"Wir sahen seine Herrlichkeit, es war die Herrlichkeit, die ihm der Vater gegeben hat - ihm, seinem einzigen Sohn. Er war ganz erfüllt von Gottes Gnade und Wahrheit." (Johannes 1,14b)

 

Gottes Herrlichkeit zeigt sich in dem Menschen Jesus von Nazareth!

 

"Die Finsternis vergeht und das Licht der Wahrheit leuchtet schon." (1. Johannes 2,8b)

 

Amen

 

 

 

 

Lied   EGplus +34 _ Komm, Heilger Geist

EGplus +34 1.mp3
MP3-Audiodatei [1.6 MB]

 

 

PSALMGEBET (mit Worten aus Psalm 100): Einladung zum Danken

 

Jauchzet dem Herrn, alle Welt!
Dienet dem Herrn mit Freuden,
       kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!
       Erkennet, dass der Herr Gott ist!
Er hat uns gemacht und nicht wir selbst
zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.
       Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben;
       danket ihm, lobet seinen Namen!
Denn der Herr ist freundlich, und seine Gnade währet ewig
und seine Wahrheit für und für.       

       Amen

 

 

Lesung aus der Bibel:

 

Matthäus 2,1-12  -  Die Sterndeuter aus dem Osten:

Jesus wurde in Betlehem in Judäa geboren.

Zu dieser Zeit war Herodes König.

Da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem.

Sie fragten: »Wo ist der neugeborene König der Juden?

Denn wir haben seinen Stern im Osten gesehen

und sind gekommen, um ihn anzubeten.«

Als König Herodes das hörte,

erschrak er und mit ihm alle in Jerusalem.

Er rief zu sich alle führenden Priester

und Schriftgelehrten des Volkes.

Er fragte sie: »Wo soll der Christus geboren werden?«

Sie antworteten ihm: »In Betlehem in Judäa!

Denn im Buch des Propheten steht:

›Du, Betlehem im Land Juda,

du bist keineswegs die unbedeutendste

unter den Städten in Juda.

Denn aus dir wird der Herrscher kommen,

der mein Volk Israel wie ein Hirte führen soll.‹«

Später rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich.

Er erkundigte sich bei ihnen genau nach der Zeit,

wann der Stern erschienen war.

Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte:

»Geht und sucht überall nach dem Kind!

Wenn ihr es findet, gebt mir Bescheid!

Dann will auch ich kommen und es anbeten.«

Nachdem die Sterndeuter den König gehört hatten,

machten sie sich auf den Weg.

Derselbe Stern, den sie im Osten gesehen hatten,

ging vor ihnen her.

Dann blieb er stehen,

genau über der Stelle, wo das Kind war.

Als sie den Stern sahen,

waren sie außer sich vor Freude.

Sie gingen in das Haus

und sahen das Kind mit Maria, seiner Mutter.

Sie warfen sich vor ihm nieder und beteten es an.

Dann holten sie ihre Schätze hervor

und gaben ihm Geschenke:

Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Gott befahl ihnen im Traum:

»Geht nicht wieder zu Herodes!«

Deshalb kehrten sie auf einem anderen Weg

in ihr Land zurück.

 

 

Lied EG 66 _ Jesus ist kommen (- empfohlene Strophen: 1 + 5 + 7 )

EG 66,1-2 Jesus ist kommen MW.mp3
MP3-Audiodatei [1.3 MB]

 

PREDIGT    -    

 

Keine endlose NAcht... (eine Bildbetrachtung)

 

Es ist Nacht. Ein dunkler Weg führt entlang der Mauer.

Nur spärlich beleuchtet die Straßenlaterne den Bürgersteig und die vom Regen nasse Straße.

Es ist dunkel. Kein Mensch ist zu sehen.

Einsam scheint es zu sein – ein verlassener Ort.

Schwarz dominiert die Szene.

Nur ein kleiner Bereich wird für uns sichtbar.

Das andere ist verborgen.

Wo beginnt der Weg, wo führt er hin?

Eine Szene wie in einem alten Kriminalfilm…

…gleich könnte er um die Ecke kommen, der Bösewicht.

Würde ich hier gerne spazieren gehen?

Und wenn ja, wagemutig, ängstlich, trotzig?

Das ist kein Ort der Geborgenheit für mich.

Je länger ich auf dieses Bild sehe,

mich auf diese Szene, auf diesen Ort einlasse,

umso mehr möchte ich nur eines: weg.

 

Und doch nimmt mich das Bild irgendwie gefangen.

Ich bleibe fasziniert mit meinem Blick hängen.

Mitten in dem Schwarz, mitten in der Dunkelheit steht eine Straßenlaterne.

Hell strahlt ihr Licht.

An den Stellen, die vom Lichtschein getroffen werden,

entdecke ich Details: Eine Mauer, Straße und Gehweg,

offenbar mit Pfosten zum Schutz der Fußgänger vor dem Verkehr.

Nicht alles ist klar erkennbar.

Doch ahne ich, hier ist mehr als ich momentan sehen und erkennen kann.

 

Das Licht der Laterne zieht mich an.

Mein Blick wird vom Licht der Laterne,

das sich auf der Straße spiegelt, hineingezogen in dieses Bild.

Ich könnte heraustreten aus der Dunkelheit,

könnte die Straße überqueren und mich unter die Laterne stellen.

Dann wäre ich im Licht.

 

Eine Frage aber bleibt: Würde es helfen,

gegen die Einsamkeit und Verlassenheit in dieser Szene?

Ich wäre immer noch allein, einsam jetzt im Lichtschein der Laterne.

Zumindest aber wäre ich sichtbar für andere Menschen, die vielleicht des Weges kommen.

 

Dunkelheit und Licht beschäftigen uns in der dunkleren Hälfte des Jahres.

Sechzehn Stunden dauert die Nacht rund um den Jahreswechsel in unseren Breiten.

Sechzehn Stunden Dunkelheit. Acht Stunden Tag.

Das ist für uns Menschen schwer auszuhalten und so ist es verständlich,

dass wir gerade in den Wochen vor dem Christfest

diese Dunkelheit in unseren Häusern und Städten

durch viele Lichter zu erhellen versuchen.

Weihnachtsbeleuchtung in unseren Städten,

bunte und grelle Schaufensterdekoration, Musik und Trubel –

das kann und wird über die natürliche Dunkelheit hinweghelfen.

Und dann zum Jahreswechsel: Noch einmal bieten wir alles Mögliche auf:

Feuerwerke, rauschende Feste, Krach, ausgelassenes Feiern

oder etwas stiller die Wunderkerzen…

Der Start in das neue Jahr soll hell erleuchtet sein.

 

Doch das Fest ist vorüber. Es ist still geworden.

Still in unseren Städten und Wohnungen.

Und es ist immer noch Winter, immer noch Dunkel.

Hilft der Blick zurück? Die Erinnerung?

Da war doch etwas. Es war hell.

Doch jetzt ist nach Weihnachten, doch jetzt ist immer noch Dunkel.

Und vielleicht kommt das Gefühl der Einsamkeit zurück –

noch schmerzhafter und deutlicher als vorher.

Was macht also den UNTERSCHIED

für die Tage vor und nach dem Christfest?

Was hat sich verändert für mich, für uns

und für diese Welt durch die Geburt des Gottessohnes?

 

Die Melodie des Wochenliedes beginnt in mir zu klingen.

Erst leise und dann immer deutlicher und die Worte des Liedes

gewinnen an Kraft in meiner Seele:

„Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsere Nacht nicht traurig sein“.

Das macht den Unterschied.

Die Nacht ist noch da…

Doch in der Nähe Gottes ändert sich mein Umgang mit der Dunkelheit.

Der, der mich kennt, ist da.

Der, der meine inneren Rätsel sieht, meine Verlassenheit,

meine Widersprüchlichkeit, meine Bedürftigkeit, der ist da.

 

Und jetzt würde ich mich gerne unter diese Laterne stellen –

und darauf vertrauen, dass ER mich sieht,

mitten in der inneren und äußeren Dunkelheit.

Ich möchte der Zusage aus dem Wochenlied vertrauen:

„Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsre Nacht nicht endlos sein.“

 

Amen

 

 

 

Lied EG 56 _ Weil Gott in tiefster Nacht erschienen...

...kann unsre Nacht nicht endlos sein 

Fürbitte

 

Herr Jesus Christus, Du Heiland aller Welt:

Durch Dein Erscheinen ist das Licht der Herrlichkeit aufgegangen.

Dafür loben und preisen wir Dich.

Doch vieles in unserer Welt liegt noch in Finsternis.

Darum strecken wir uns nach Dir aus und bitten Dich für uns und für alle Menschen:

 

Jesus, sei Du unser König, schaffe Du Gerechtigkeit und lass uns leben in Deinem Reich des Friedens.

Jesus, sei Du unser Priester, der die Brücke zu Gott schlägt. Lass das Licht Deiner Gnade unsere Finsternis vertreiben.

Jesus, sei der Arzt unserer Seelen, berühre uns mit Deinem Heil, das Wunden stillt und Versöhnung möglich macht.

Jesus, Du Liebhaber des Lebens,

mach uns reich mit Deiner Liebe, dass wir uns in Liebe verschenken können –

Dir und den Menschen, die unsere Liebe brauchen.

 

In der Stille vertrauen wir dir an, wofür wir dankbar sind,

aber auch das, was uns bedrückt und Sorge macht.

Und wir denken an die Menschen,

die deine Nähe und deinen Beistand besonders brauchen: ...

 (- Hier kann eigenes Gebetsanliegen ergänzt werden)

 

Wir beten weiter mit den vertrauten Worten:

 

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit

in Ewigkeit. Amen.

 

 

 

Lied EG EGplus +142 Verleih uns Frieden gnädiglich (Halleluja, Kyrie eleison!)

 

 

Segen

Der Herr segne dich und behüte dich.

Der Herr lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Amen.

 

 

Auch bei diesem Online-Gottesdienst wollen wir mit einer Kollekte an andere denken und empfehlen herzlich die Spende an Brot für die Welt oder die Diakonie Katastrophenhilfe (nutzen Sie gerne den jeweiligen Link). 

Gott segne Gebende und Empfangende.

 

Fragen (nicht nur) für Konfis:

1. Wer ist auf dem Bild laut Predigt und mit eigenen Augen zu sehen?

2. Was ist mitten in dem Schwarz der Dunkelheit?  

3. Welche Musik gefällt dir am besten? - Begründe kurz.

4. Zu welcher Uhrzeit hast du diesen Gottesdienst gelesen?

 

--> Antworten an: pfarramt.wolfershausen@ekkw.de (oder im persönlichen Chat per KonApp)

EG 599 Selig seid ihr RH.mp3
MP3-Audiodatei [2.1 MB]

 

 

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